Tod und Sterben
„Wir nehmen Abschied von unseren Verstorbenen und begleiten deren Leib zum Ort der Beisetzung. Die Liebe aber, die uns mit ihnen verbindet, möge fortdauern in der Gemeinschaft der Heiligen.“ (kirchliche Begräbnisfeier)
Der Tod und das Sterben sind in unserer Gesellschaft zu Randthemen geworden. Sie sind aus unserem Alltagsgeschehen ausgeklammert – bis zu dem Moment, in dem es einen selbst betrifft. Und dann trifft es ganz. In diesen Momenten möchten wir als Seelsorgende für Sie da sein und Sie begleiten, unsere Anteilnahme zum Ausdruck bringen und an Ihrer Trauer mittragen.
Auf dieser Seite können Sie sich über unseren kirchlichen Dienst rund um einen Trauerfall informieren.
Kontakt
Den ersten Kontakt haben Sie als Angehörige mit dem Bestattungshaus. Wenn Sie für Ihren Verstorbenen eine kath. Kirchliche Trauerfeier wünschen, wird der Bestatter den Kontakt zu unseren SeelsorgerInnen im Beerdigungsdienst aufnehmen.
Unsere SeelsorgerInnen im Beerdigungsdienst sind:
- Pfarrer Anton Feil
- Don Emeka Okite (ital. Gemeinde)
- Gemeindereferentin Elisabeth Mack
- Pastoralreferentin Juliane Avcu
Die Bestattungsinstitute erhalten den Beerdigungsplan der SeelsorgerInnen, da aufgrund weiterer Pastoraler Aufgaben nicht alle zeitgleich im Beerdigungsdienst für Sie da sein können.
Das Trauergespräch – die Vorbereitung der Trauerfeier
„Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat, dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat, zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag.“ (Johannes 6,39)
Die kirchliche Trauerfeier hat ihren ganz besonderen Tiefgang, das Leben der verstorbenen Person wird im Gebet mit dem Leben, Sterben und Auferstehen Jesu Christi verbunden. Das Ritual spricht in einem Moment, in welchem einem selbst die Worte fehlen. Worte aus der Heiligen Schrift, Gebete, Lieder und Psalmen bieten in der Trauer einen Rahmen zum „festhalten“.
In der Vorbereitung auf die Trauerfeier ist es den SeelsorgerInnen wichtig, dass Sie als Angehörige gehört werden und Ihre Wünsche eines wohltuenden Abschieds Raum erhalten. Auch Fragen der Musikgestaltung können gemeinsam besprochen werden.
Gemeinsam mit der SeelsorgerIn treffen Sie sich zu einem Trauergespräch. Das kann im Pfarrbüro oder bei Ihnen zuhause stattfinden, so wie es für die Situation passt. Ein Trauergespräch kann unterschiedlich lange dauern. Zwischen 20 Minuten und drei Stunden. Menschen trauern unterschiedlich und kein Todesfall gleicht dem anderen. Je nachdem, was Sie als Angehörige an Zeit, Zuhören und Teilen von Erinnerungen brauchen, versuchen unsere SeelsorgerInnen zu geben. Auch nach dem Trauergespräch bleibt der Kontakt zur SeelsorgerIn und Detailfragen können auch darauffolgend noch geklärt werden.
Wenn Angehörige im Sterben liegen …
„Hab keine Angst, ich habe Dich erlöst,
Ich habe Dich bei Deinem Namen gerufen; Du gehörst mir.“ (Jesaja 43,1)
Auch hier gibt es für Sie und Ihre Familie die Möglichkeit Trost und Stärkung im gemeinsamen Gebet zu finden. Der Sterbesegen kann von jedem gespendet werden. Die Texte hierfür finden Sie hier.
Sehr gern können Sie auch unsere SeelsorgerInnen anfragen, mit dabei zu sein.
Gebete vor der Trauerfeier
Dem einen oder anderen sind vielleicht noch Begriffe wie „Totenwache“ oder „Aussegnung“ im Ohr. Es gibt Gebete, die vor der Trauerfeier im kleinen Rahmen der Familie gemeinsam gebetet werden können. Wenn Sie das wünschen, sprechen Sie das gern beim Trauergespräch an.
Gebete nach der Trauerfeier
Es ist für Sie jederzeit möglich in unseren Pfarrbüros für Ihre Verstorbenen ein Gedenken im Gottesdienst anzufragen, die sogenannte „Messintention“.
Gräbersegnung an Allerheiligen
Jedes Jahr laden wir an Allerheiligen die Angehörigen der im letzten Jahr Verstorbenen zu einer Andacht auf dem Friedhof und anschließender Gräbersegnung ein. Gerne können Sie auch mit dazu kommen, wenn der Todestag länger als ein Jahr zurückliegt.
„Zum Paradies mögen Engel Dich geleiten, die heiligen Märtyrer Dich begrüßen und Dich führen in die heilige Stadt Jerusalem. Die Chöre der Engel mögen Dich empfangen und durch Christus, der für Dich gestorben, soll ewiges Leben Dich erfreuen.“ (Gesang zur Prozession)
Und dann?
Die Zeit der Trauer endet nicht mit der Beisetzung. Die Zeit der Trauer endet nicht, es verändert sich unsere persönliche Perspektive auf die Trauer, aber die Trauer um einen geliebten Menschen bleibt. Machen Sie sich in der Zeit der Trauer immer wieder bewusst, Sie gehen den Weg nicht allein, wir gehen den Weg der Trauer gemeinsam.
Herzliche Einladung zu unseren Trauergruppen:
[Kontakte der Trauergruppen aus den Pfarrbüros einholenà JA]
Gott segne Deine Trauer,
Deine Sprachlosigkeit, Dein Gefühlschaos,
sie zeigt Dir deutlich, hier stimmt etwas nicht,
hier ist jetzt etwas grundlegend anders und wichtiger.
Gott segne Deinen Schmerz,
er eröffnet Dir Deine Wünsche und Sehnsüchte,
Deine nichterfüllten Erwartungen.
Gott segne Deine Tränen,
sie sind Juwelen, die Deine Liebe bezeugen,
kostbar und wertvoll, glänzende Diamanten.
Gott segne Dich auf Deinem Lebensweg
und alle Menschen,
die einen Abschnitt Deines Weges mit Dir gehen.
Amen.
Häufige Fragen
Was ist ein Requiem?
Das Requiem (die Totenmesse) ist eine Eucharistiefeier, die im Gedenken an den Verstorbenen gefeiert wird. Die Eucharistiefeier kann unmittelbar vor der Beisetzung, Tage nach der Beisetzung und in der Woche vor der Beisetzung gefeiert werden. Das Requiem kann nur von einem Priester angeleitet werden.
Sagt man heute noch Leichenschmaus?
In der Trauerfeier ist es möglich, dass der/die SeelsorgerIn in Ihrem Namen die versammelte Gemeinde zum anschließenden Zusammenkommen einlädt. Der Begriff „Leichenschmaus“ muss in diesem Zusammenhang nicht erwähnt werden, einfache Formulierungen wie „Treffen zum gemeinsamen Gedenken“ sind völlig ausreichend.
Was muss ich bezahlen
Unsere SeelsorgerInnen werden pauschal von der kath. Kirche bezahlt. Die Kosten für die seelsorgerliche Betreuung ist durch die Kirchensteuer abgedeckt. Die Dienstleistung der Bestatter wird Ihnen vom Bestattungshaus in Rechnung gestellt. Die Kosten für ggfs. Musizierende müssten Sie mit den entsprechenden Personen selbst klären.




