Bedeutung der Taufe
Die Taufe ist ein grundlegendes und wirksames Zeichen für das Heil, das Gott uns durch Jesus Christus schenkt: Das Sakrament des Christwerdens.
Wir können die Taufe mit einer Tür vergleichen, durch die ein Mensch in den Lebensraum Gottes eintritt und aufgenommen wird in die Gemeinschaft der Christen.
Zur Taufe gehört der Glaube an Gott, ein Leben nach dem Evangelium Jesu Christi wesentlich dazu. Denn bei der Taufe wird ein Mensch in die Wirklichkeit Gottes hineingetaucht, neugeboren „aus Wasser und Heiligem Geist“.
Jesus Christus hat die Wirklichkeit Gottes ganz neu offenbar gemacht: Jesus nennt Gott in einmaliger Weise Vater (Abba). Er wirkt als „der Sohn“ in der Fülle und Kraft des Heiligen Geistes, den er nach seiner Auferstehung vom Himmel her in die Herzen der Glaubenden sendet. Deshalb bedeutet „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ in erster Linie, die überströmende Liebe Gottes zu empfangen. Die Taufformel zeigt so an, dass der lebendige Gott am Menschen handelt. Der Taufspender (Priester, Diakon) ist nur sein Werkzeug.
Der Glaube wird geweckt durch das Hören auf die frohe Botschaft, das Evangelium Jesu. Bei einer Kindertaufe bekennen Eltern und Paten, bei einer Erwachsenentaufe der Taufbewerber selbst, gemeinsam mit der versammelten Gemeinde ihren Glauben an den dreieinigen Gott und sagen zuvor Nein zum Bösen. Sie stimmen damit ein in das Glaubensbekenntnis der Kirche seit den Tagen der Apostel. Die Taufe schenkt die Würde, Kind Gottes zu sein, und verpflichtet dazu, aus dem Vertrauen auf Gottes Liebe das eigene Leben zu gestalten.
Taufe von kleinen Kindern
Tauftermine gibt es regelmäßig (monatlich) in unseren Kirchengemeinden der Seelsorgeeinheit.
Taufspender sind Pfarrer Anton Feil, Don Emeka Okite und Gemeindereferentin Elisabeth Mack.
Die Zeiten für Tauffeiern liegen fest und sind verschieden: am Samstag oder Sonntagnachmittag oder direkt nach dem Sonntagsgottesdienst, ab und zu im Gemeindegottesdienst am Sonn- oder Feiertag.
Es können bis zu 3 Kinder am selben Termin getauft werden.
Bitte melden Sie Ihr Kind ca. 6 Wochen vor dem Tauftermin im Pfarrbüro Ihres Wohnortes zur Taufe an. Es reicht, wenn ein Elternteil zur Anmeldung ins Pfarrbüro kommt. Sie benötigen:
- die Geburtsbescheinigung Ihres Kindes (darauf steht "für kirchliche Zwecke")
- Angaben zu den Paten: Wohnort, Straße, Konfessionszugehörigkeit und „Patenschein“.
Mindestens ein/e Pate/in muss römisch-katholisch sein.
Nach der Anmeldung lädt der/die Taufspender/in zu einem Taufgespräch ein, bei dem die Eltern des Täuflings
- ihre Anliegen und Fragen rund um die Taufe klären können
- ihnen die Zeichensprache und Bedeutung der Taufe erschlossen wird
- gemeinsam die Gestaltung der Tauffeier abgesprochen wird
Schön, wenn Sie für Ihr Kind einen Taufspruch (als Orientierung für den Lebensweg) aus der Bibel auswählen. Die Seite www.taufspruch.de unterstützt Sie dabei.
Taufe von Kindern im Grundschulalter
Mit dem Eintritt in die Grundschule oder im Vorfeld der Erstkommunion stellt sich manchmal die Frage, ob ein Kind getauft werden soll und über die Familie hinaus in die größere Gemeinschaft der Kirche hineinwachsen soll. Glaube und Taufe sind Voraussetzungen für den Empfang der Kommunion und anderer Sakramente.
Wir gestalten jährlich im Herbst einen kleinen Kurs zur Vorbereitung von Kindern im Grundschulalter, konkret ein Taufanmeldegespräch mit den Eltern und dem Kind, zwei Katechesenachmittage für die Kinder und eine Probe mit Eltern, Paten und Kindern.
Da Kinder in diesem Alter die Taufe bewusst erleben, findet so eine Taufspendung immer im Gemeindegottesdienst, der Eucharistiefeier um 10.30 Uhr, statt. So wird die Aufnahme in die Glaubensgemeinschaft zur konkreten Erfahrung. Darum werden auch andere Eltern mit Kindern, zB die Kommunionkinder, zur Mitfeier dieses Familiengottesdienstes eingeladen.
Taufe von Erwachsenen
Wer neu - als Ungetaufter - das Christentum kennenlernen und die Taufe empfangen will, ist zu einem ersten Kontaktgespräch mit Pfarrer Anton Feil, Tel. 07031 / 41 98 01, eingeladen.
Vorbereitungsweg für Erwachsene
Die unterschiedliche persönliche Situation, Lebens- und Glaubensgeschichte, erfordert auch unterschiedliche Wege, die länger oder kürzer gestaltet sein können. Wichtig ist vor allem, dass es in dieser Zeit um Einübung in die gläubige Lebensgestaltung, um Kontakte zu einzelnen Christen und das Kennen-lernen der katholischen Kirche und der konkreten Kirchengemeinde am Wohnort geht.
In der Regel wird der Vorbereitungsweg in gegenseitiger Absprache so gestaltet, dass der Taufbewerber/die Taufbewerberin
- sich einen oder mehrere aktive katholische Christen sucht, die bereit sind, ihn auf seinem Weg zu begleiten (ggf als Pate),
- mit Pfarrer Feil und den Begleitpersonen mehrere Glaubensgespräche führt,
- Sonntagsgottesdienste und kirchliche Feiertage mitfeiert, ausgewählte Veranstaltungen oder Gruppen besucht und so Glaubensvollzüge und die Glaubensgemeinschaft näher kennenlernt. Gespräch dazu helfen, das Erlebte zu verstehen und zu vertiefen.
- nach einer Orientierungsphase als Taufbewerber in einer liturgischen Feier (ggf. mit dem Bischof im Dom zu Rottenburg) angenommen wird und nach dem vereinbarten Zeitraum, in der Regel in der Osternacht, die Sakramente der Taufe, Firmung und Kommunion empfängt.
Zur Vertiefung des persönlichen Glaubens und zur weiteren Einführung in die Gemeinde wird der/die Neugetaufte noch ein Stück Wegs weiter begleitet.
Tauftermine
Tauftermine erfragen Sie bitte in Ihrem Pfarrbüro.

